Zehn Jahre lang war WordPress unser Brot. Dann haben wir gemerkt, dass wir die meiste Zeit nicht mehr Webseiten bauen, sondern Plugins moderieren.
Wenn ein Werkzeug 20 Jahre alt wird, hat es zwei Möglichkeiten: Es wird zur Plattform — oder es wird zur Müllhalde. WordPress ist beides geworden, gleichzeitig, im selben Dashboard.
Wir haben lange dafür gekämpft. Custom Themes statt Page-Builder. ACF statt Gutenberg-Patterns. Cache-Layer, die das ganze Ding bei Lighthouse über 90 ziehen. Es ging — aber es ging nur, weil wir 60% unserer Zeit damit verbracht haben, gegen die Standard-Konfiguration zu arbeiten.
Was am Ende kippte
Drei Beobachtungen aus drei Kundenprojekten der letzten zwölf Monate:
- Eine fertig gelieferte Seite kommt nach sechs Monaten zurück: “irgendwie ist sie langsamer geworden”. Sieben neue Plugins, zwei Theme-Updates, ein “WP Rocket Pro” — und plötzlich wiegt jede Seite 4 MB.
- Ein DSGVO-Audit beim Kunden zeigt 14 Drittanbieter-Requests. Vier davon kommen aus Plugins, die nur installiert wurden, weil ein Mitarbeiter sich ein Kontaktformular gewünscht hat.
- Ein Update kippt das Frontend. Nicht weil unser Code schlecht ist — weil ein Plugin, das wir nicht ausgewählt haben, eine Funktion überschreibt, die das Theme erwartet.
Eine Webseite ist kein Ökosystem. Sie ist ein Werkstück. Du baust es einmal richtig, und dann lässt du es in Ruhe. — Notiz aus dem Studio-Logbuch, Oktober 2025
Was wir stattdessen tun
Wir schreiben Webseiten von Hand, in HTML, CSS und einer minimalen Menge JavaScript. Dynamische Inhalte — Blog, News, Projektliste — kommen aus einem schlanken Headless-CMS, wenn der Kunde sie wirklich pflegen will. Wenn nicht, schreiben wir sie direkt rein. Das ist nicht steinzeitlich. Das ist einfach angemessen.
Das Ergebnis ist nicht spektakulär — und genau das ist der Punkt:
- Eine Seite wiegt 80–200 KB statt 2–4 MB.
- Sie startet auf dem Handy in unter 0,5 Sekunden.
- Sie hat keinen Cookie-Banner, weil sie keinen braucht.
- Sie funktioniert in zwei Jahren noch genauso — ohne ein einziges Update.
Aber: kein Dogma
WordPress ist nicht das Problem. Wir haben Kunden, bei denen es perfekt sitzt — Redaktionen mit drei Autoren, die jeden Tag schreiben, brauchen genau das. Wenn du eine Webseite mit unter 30 Seiten hast und alle paar Monate etwas änderst, ist ein WordPress oft overkill.
Wenn du wissen willst, was zu dir passt, schreib uns. Wir schauen uns dein bestehendes Setup an und sagen ehrlich, was wir machen würden. Auch wenn die Antwort lautet: “so wie jetzt, ist es richtig.”
# kontakt
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$ ./book-call.sh --within 24h
# antwort innerhalb von 24h. versprochen.